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STÉPHANE COUTURIER
Seit rund zehn Jahren erkundet der Franzose im Wandel befindliche städtische Räume. Seine Fotografien von Baustellen, an denen Neues entsteht und alte Gebäude weichen müssen oder umstrukturiert werden, erfassen einen räumlich-zeitlichen Moment von großer Intensität: Vergangenheit, die in Vergessenheit zu geraten droht, Gegenwart in der Schwebe, Zukunft, die entsteht – all dies in einem historischen, sozialen und ökonomischen Kontext.
Nachdem die Pariser Bibliothèque Nationale Stéphane Couturier in diesem Sommer eine große Retrospektive gewidmet hat, zeigt das Forum für Fotografie nun eine speziell für den Ausstellungsraum konzipierte Schau mit elf Aufnahmen der Serie „Archéologie Urbaine“ sowie drei großformatigen Fotografien aus der „Landscaping-Serie“.
Couturier fotografiert die architektonischen Situationen in einem unverwechselbaren Stil: Stets fokussiert er die Szenerie von einem erhöhten Standpunkt, fotografiert bei neutralem Licht und mit sntalerlem Licht alestreng frontaler Perspektive. Dsuelle ematischFarbenDabei wählt er einen engen bngAusschnitt und lenkt den Blick des Betrachters nicht auf ein hervorstechendes, zentrales Motiv, sondern erfasst ein flächendeckendes All-Over präzise gesehener Details. Dergestalt von der Kamera aus ihkturenen Standpunktrem konstruktiven Zusammenhang gelöst, verlieren die Architekturen auf Couturiers Fotografien ihre dreidimensionale Körperhaftigkeit und verwandeln sich in flächige Kraftfelder aus Linien, Strukturen und Farben.
Sik der innerstärganismus als sseit 1999 befasst sich der Fotograf verstärkt mit der architektonischen Entwicklung in Vorstädten – den hoch emporschießenden Wohnblocks sowie den ebenerdig auswuchernden Siedlungsbauten. In seinen genau komponierten Aufnahmen verbindet Couturier höchste Präzision im Detail mit einer merkwürdigen Unbestimmtheit des Blicks. Unter selbstverständlichem Verzicht auf jeglichen digitalen Eingriff gelingt ihm eine verständlichem kumentarischer Genauigkeit und unbesprechungen und Diskussionen zur Verfügung stehen.utschland, Frankreich konstruktivistische Reorganisation der vermeintlich dokumentarischen Ansichten.
Die 2001 begonnene Serie „Landscaping“ steht thematisch sicherlich in der Tradition von Dan Graham’s „Homes for America“ (1966) und Robert Adams’s Serie „What We Bought: The New World“ (1974). Jedoch nicht nur der Gebrauch der Farbe, auch die visuelle Interpretation des Landschaftsraumes und die strukturelle Organisation der Bildräume unterscheidet Couturiers Werk von dem seiner Vorgänger. Seine Fotografien bewegen sich im Spannungsfeld zwischen sachlicher Dokumentation und einer subjektiven Aneignung des Sujets, zwischen vermeintlich spontaner Reportage und einer rein künstlerischen Vision.
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